aktivkohlefilter

White Widow Strain: Herkunft, THC-Gehalt, Wirkung & Anbau

White Widow Strain: getrocknete, harzige Cannabisblüte mit orangen Härchen vor dunklem Medusafilters-Hintergrund

Die kurze Antwort: Der White Widow Strain ist ein ausgewogener Hybrid aus einer brasilianischen Sativa und einer südindischen Indica aus Kerala. Gezüchtet wurde er Anfang der Neunziger bei Green House Seeds in Amsterdam, 1995 gewann er den High Times Cannabis Cup. Üblich sind 18 bis 25 Prozent THC bei unter 1 Prozent CBD und eine Blütezeit von rund 8 bis 9 Wochen.

Das Wichtigste auf einen Blick:

1. Ist White Widow Sativa oder Indica?

Ein Hybrid, aber die Quellen widersprechen sich beim Verhältnis. Sogar der Züchter selbst nennt andere Zahlen als die meisten Ratgeber.

Mehr erfahren ↓


2. Wie stark ist die Sorte?

18 bis 25 Prozent THC, kaum CBD. Warum die Sorte trotzdem nicht als reine Couch-Sorte gilt, liegt an ihrem Verlauf.

Mehr erfahren ↓


3. Woher kommt der Name „Weiße Witwe“?

Von den Blüten selbst: Sie sind so dicht mit Harz überzogen, dass sie weiß wirken.

Mehr erfahren ↓

Wenn in Coffeeshop-Geschichten aus den Neunzigern eine Sorte vorkommt, dann meistens diese. Sie war für viele die erste Sorte, deren Namen sie überhaupt kannten. Wir haben zusammengetragen, was sich über Herkunft, Gehalt, Aroma und Anbau belegen lässt, und wo sich die Quellen widersprechen. Hier der Steckbrief:

Merkmal Steckbrief
Typ Hybrid, je nach Quelle leicht indica- oder sativalastig
Genetik Brasilianische Sativa × südindische Indica (Kerala)
Züchter / Herkunft Green House Seeds, Amsterdam, frühe 1990er
Bekannt geworden 1995: erster Platz beim High Times Cannabis Cup
THC ca. 18–25 %
CBD unter 1 %
Blütezeit ca. 8–9 Wochen indoor, outdoor Ende September
Dominante Terpene Myrcen, α-Pinen, β-Caryophyllen
Aroma erdig, holzig, würzig mit süßer Note

Woher kommt die Weiße Witwe und warum heißt sie so?

Die Genetik entstand Anfang der Neunzigerjahre bei Green House Seeds in Amsterdam. Als Züchter wird meist Scott Blakey genannt, bekannt unter dem Namen Shantibaba. Er hatte in den Achtzigern in Asien Samen gesammelt und kreuzte dafür eine Sativa aus Brasilien mit einer Indica aus den Bergen von Kerala in Südindien.

Ganz unumstritten ist das nicht. In der Szene wird die Urheberschaft bis heute diskutiert, ein Teil der Erzählungen schreibt die Sorte auch dem Züchter Ingemar zu. Belegt ist dagegen der Durchbruch: Beim High Times Cannabis Cup 1995 holte die Sorte den ersten Platz. Danach war der Name in jeder Amsterdamer Karte zu finden.

Eine Fußnote, die viele nicht kennen: Als Shantibaba später zum Mr. Nice Seedbank wechselte und seine Linien mitnahm, lief seine Version dort unter dem Namen Black Widow weiter. Wer beide Namen sieht, schaut also auf sehr ähnliche Ausgangsgenetik.

Der Name selbst ist schnell erklärt. Die Blüten tragen so viele Trichome, also die kleinen Harzdrüsen, dass sie wie mit Puderzucker bestäubt aussehen. Die „Weiße Witwe“ ist eine Beschreibung des Aussehens, keine Anspielung auf die Wirkung.

White Widow Strain: Sativa oder Indica?

Die kurze Antwort: Die Sorte ist ein Hybrid mit ungefähr ausgeglichenem Verhältnis. Green House Seeds selbst gibt für die feminisierte Linie 60 Prozent Indica und 40 Prozent Sativa an. Viele deutsche Ratgeber nennen dagegen 60 Prozent Sativa. Beide Angaben kursieren, weil sich Phänotypen und Samenlinien über dreißig Jahre auseinanderentwickelt haben.

Für dich heißt das: Der Sortenname allein sagt nicht, ob du die eher körperbetonte oder die eher wache Variante vor dir hast. Aussagekräftiger ist die Beschreibung des jeweiligen Züchters oder Anbieters. Die Elternlinien erklären die Spannweite: Die brasilianische Sativa bringt den klaren, gesprächigen Teil, die Kerala-Indica die dichte Blütenstruktur, das viele Harz und den körperlichen Anteil.

Wenn du die Begriffe grundsätzlich einordnen willst, findest du die Unterschiede in unserer Übersicht über Cannabis-Sorten.

Wie hoch ist der THC-Gehalt von White Widow?

Die kurze Antwort: Üblich sind 18 bis 25 Prozent THC. Green House Seeds nennt für eine eigene Laboranalyse 25,76 Prozent THC, 0,10 Prozent CBD und 0,28 Prozent CBN. Der CBD-Gehalt liegt damit fast immer unter einem Prozent.

Zur Einordnung: In den Neunzigern galten solche Werte als außergewöhnlich hoch. Heute liegt die Sorte im oberen Mittelfeld, aber nicht mehr an der Spitze. Was sie trotzdem kräftig wirken lässt, ist das fast fehlende CBD. CBD kann die Wirkung von THC abfedern. Fehlt es, kommt der THC-Anteil ungebremster an.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Prozentangaben sind Laborwerte einzelner Chargen und keine feste Eigenschaft „der Sorte“. Und der Anbau entscheidet mit: Dieselbe Genetik liefert unter Kunstlicht, im Gewächshaus und draußen unterschiedliche Werte.

White Widow Wirkung: Was Konsumenten berichten

Beschrieben wird meist ein zweistufiger Verlauf. Zuerst kommt ein schneller, klarer Kopf-Effekt, gesprächig und wach. Danach folgt ein schwererer, körperlicher Teil, der je nach Phänotyp ruhiger oder deutlich entspannender ausfällt. Genau dieser Wechsel ist der Grund, warum die Sorte so lange beliebt geblieben ist: Sie ist nicht eindimensional.

Wie lange das anhält, hängt von Menge, Konsumform und Toleranz ab. Feste Sortenwerte gibt es dafür nicht. Eine Einordnung findest du in unserem Beitrag dazu, wie lange ein Rausch üblicherweise anhält.

Wichtig, weil es oft vermischt wird: Erfahrungsberichte sind keine medizinischen Aussagen. Dass eine Sorte als entspannend beschrieben wird, heißt nicht, dass sie gegen irgendetwas hilft. Wer Beschwerden hat, klärt das ärztlich und nicht über ein Sortenportrait. Bei hohem THC-Gehalt und wenig CBD gilt außerdem: Wer wenig Erfahrung hat, fängt mit sehr kleinen Mengen an.

Geschmack, Aroma und Terpene

Die Weiße Witwe ist keine laute Fruchtsorte. Das Profil ist erdig, holzig und würzig, mit einer leicht süßen Note im Abgang. Laut Green House Seeds sind Myrcen, α-Pinen und β-Caryophyllen die am stärksten ausgeprägten Terpene.

Terpen Geruchsrichtung Wo man es sonst kennt
Myrcen erdig, krautig, leicht süß Hopfen, Mango, Thymian
α-Pinen harzig, Kiefernnadel, frisch Nadelwald, Rosmarin, Basilikum
β-Caryophyllen pfeffrig, würzig, holzig schwarzer Pfeffer, Nelke, Zimt

Gerade weil das Aroma eher fein als aufdringlich ist, geht es schnell unter. Zu trockenes Material, zu heißes Abbrennen und aromatisierte Papers überdecken die holzig-süße Seite zuerst. Was hinter den einzelnen Terpenen steckt, erklärt unsere Übersicht zu Terpenen im Cannabis.

Für den Aufbau heißt das: dünnes, geschmacksneutrales Papier, ein gleichmäßiger Zug und ein Filter, der den Rauch kühlt, ohne selbst nach etwas zu schmecken. Unsere Aktivkohle-Filter für Joints haben 6 mm Durchmesser, eine 25 mm lange Kartonhülse aus Deutschland und beidseitige Kappen aus Celluloseacetat, damit die Kohle im Filter bleibt und nicht im Mund landet. Aus 872 Bewertungen kommen sie auf 4,77 von 5 Sternen.

Erdig, holzig, süß: Das schmeckst du nur, wenn der Zug sauber bleibt.

6-mm-Aktivkohlefilter ansehen →

White Widow im Anbau: Blütezeit, Ertrag, Erntezeitpunkt

Die kurze Antwort: Indoor liegt die Blütezeit bei rund 8 bis 9 Wochen im 12/12-Lichtzyklus. Draußen ist die Sorte auf der Nordhalbkugel etwa Ende September erntereif. Green House Seeds nennt Erträge bis 800 g/m² indoor und bis 900 g pro Pflanze outdoor, das sind Herstellerangaben unter Idealbedingungen.

  1. Wachstumsphase (3–4 Wochen): Die Pflanzen wachsen mittelhoch und recht kompakt, was am Indica-Anteil liegt.
  2. Blüteumstellung: Nach dem Wechsel auf 12/12 strecken sie sich moderat. Viel Platz nach oben brauchst du nicht.
  3. Blüte (ca. 56–63 Tage): Die Blüten setzen dicht an. Ab etwa der fünften Woche wird der weiße Harzbelag sichtbar, der der Sorte den Namen gibt.
  4. Ernte: Den Zeitpunkt über die Trichome bestimmen, nicht über den Kalender. Wie das geht, steht in unserem Beitrag zum richtigen Erntezeitpunkt.

Ein Punkt, den Erfahrungsberichte oft nennen: Dichte Blüten halten Feuchtigkeit. In feuchten Herbstwochen draußen lohnt deshalb ein regelmäßiger Blick auf Schimmel im Inneren der Blüten. Beim Eigenanbau in Deutschland gilt dabei immer die Obergrenze von drei Pflanzen pro erwachsener Person.

Welche Sorten stammen von der Weißen Witwe ab?

Die Sorte ist eine der meistgekreuzten Sorten überhaupt. Drei bekannte Nachkommen:

Sorte Kreuzungspartner Charakter
White Russian × AK-47 indicadominanter Hybrid
Blue Widow × Blueberry sativadominant, beerig
Moby Dick × Haze sativadominant, von der Haze-Familie geprägt

Dazu kommen Sorten wie White Rhino oder White Shark, die den „White“-Teil im Namen tragen und auf dieselbe Linie zurückgehen. Wer die Neunziger-Klassiker vergleichen will, landet schnell auch bei Northern Lights, die aus derselben Amsterdamer Ära stammt.

Die kurze Antwort: Die Sorte als solche ist weder erlaubt noch verboten. Entscheidend ist, wie viel Cannabis du besitzt und unter welchen Umständen du anbaust. Für Erwachsene gilt: bis 25 Gramm in der Öffentlichkeit, bis 50 Gramm zu Hause und höchstens drei lebende Pflanzen pro Person.

  • Die 50 Gramm gelten für den Vorrat. Eine Ernte darf größer ausfallen, dauerhaft gelagert werden darf im Haushalt trotzdem nur die erlaubte Menge.
  • Sichtschutz ist Pflicht. Pflanzen dürfen für Minderjährige weder zugänglich noch einsehbar sein.
  • Anbauvereinigungen dürfen pro Mitglied höchstens 25 Gramm am Tag und 50 Gramm im Monat abgeben.

Alle Details mit Mengen, Abständen und Sonderfällen findest du in wie viel Cannabis legal ist. Das hier ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Im Zweifel gilt die jeweils aktuelle Gesetzeslage.

Häufige Fragen zu White Widow

Ist White Widow Sativa oder Indica?

Die Sorte ist ein Hybrid mit annähernd ausgeglichenem Verhältnis. Green House Seeds gibt für die eigene feminisierte Linie 60 Prozent Indica und 40 Prozent Sativa an, viele Ratgeber nennen das umgekehrte Verhältnis. Der Grund sind unterschiedliche Phänotypen und Samenlinien. Welche Variante du vor dir hast, verrät eher die Beschreibung des Züchters als der Name.

Wie stark ist White Widow?

Üblich sind 18 bis 25 Prozent THC bei unter einem Prozent CBD. Green House Seeds nennt für eine eigene Analyse 25,76 Prozent THC. Weil CBD als Gegenspieler fast fehlt, wird die Sorte als kräftig beschrieben. Laborwerte gelten immer für eine einzelne Charge und nicht pauschal für die Genetik.

Wie lange blüht White Widow?

Indoor dauert die Blüte rund 8 bis 9 Wochen, also etwa 56 bis 63 Tage im 12/12-Lichtzyklus. Draußen ist die Sorte auf der Nordhalbkugel ungefähr Ende September erntereif. Den genauen Erntezeitpunkt bestimmst du am besten über die Farbe der Trichome und nicht über den Kalender.

Wonach schmeckt White Widow?

Das Aroma ist erdig, holzig und würzig mit einer leicht süßen Note. Getragen wird es von den Terpenen Myrcen, α-Pinen und β-Caryophyllen. Weil das Profil eher fein als fruchtig-laut ist, überdecken aromatisierte Papers und zu heißes Abbrennen es schnell. Neutrales Papier und ein kühlender Filter lassen mehr davon durch.

Wer hat White Widow gezüchtet?

Meist wird Scott Blakey alias Shantibaba genannt, der sie Anfang der Neunziger bei Green House Seeds in Amsterdam aus einer brasilianischen Sativa und einer südindischen Indica kreuzte. Die Urheberschaft ist in der Szene allerdings umstritten. Unstrittig ist der Durchbruch mit dem ersten Platz beim High Times Cannabis Cup 1995.

Fazit: der Klassiker mit dem weißen Mantel

Die Weiße Witwe ist nicht mehr die stärkste Sorte im Regal, aber eine der prägendsten. Der zweistufige Verlauf, die harzigen Blüten und das ruhige, erdig-holzige Aroma haben sie über dreißig Jahre getragen und zur Mutter unzähliger Kreuzungen gemacht. Wer sie wirklich schmecken will, sollte das feine Profil nicht mit Hitze und aromatisiertem Papier überdecken.

Das fängt beim Aufbau an: dünnes, neutrales Papier wie unsere King Size Slim Longpapers und ein Filter, der kühlt statt zu färben. Dafür sind unsere Aktivkohlefilter aus Kokosnussschale gemacht.

Foto: Evan-Amos, „Marijuana-Cannabis-Weed-Bud-Gram“, Wikimedia Commons, gemeinfrei (Public Domain).

Scopri di più

Kiffen aufhören: Person geht allein auf einem Waldweg durch den herbstlichen Wald ins Gegenlicht
Schimmel an Cannabis erkennen: Grauschimmel als grauer Flaum im Inneren einer Cannabisblüte

Commenta

Questo sito è protetto da hCaptcha e applica le Norme sulla privacy e i Termini di servizio di hCaptcha.